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Das Kompostwerk

Annahme

Die Bioabfälle aus der getrennten Sammlung werden in einen Tiefbunker abgekippt. Der Bunkerboden ist mit einem hydraulisch angetriebenen Schubrahmen zur Förderung und Dosierung der Bioabfälle auf das nachfolgende Förderband ausgestattet. Der befahrbare "walking floor" dient zur Dosierung der erforderlichen Strukturmaterialien (vorzerkleinerter Baum- und Strauchschnitt) zu den Bioabfällen.

Vorrotte

In 14 Intensiv-Rotteboxen wird der Bioabfall optimal auf die Vergärung vorbereitet. Die Abfälle lagern 3-5 Tage in den Vorrotte-Boxen. Danach wird der Bioabfall in die Vergärung gefördert. Die Entleerung erfolgt automatisch über den Schubboden und weitere Spiralförderer.

Vergärung

Im luftdicht abgeschlossenen Fermenter zersetzen methanbildende Bakterien den zerkleinerten Bioabfall und bilden dabei das energiereiche Gas Methan (CH4), auch Biogas genannt. Das durch die Methanbakterien erzeugte Gas wird im oberen Bereich des Fermenters abgezogen und zur Gasaufbereitung geleitet. Die erzeugte elektrische Energie (ca. 6 Mio. kWh pro Jahr) wird direkt in das öffentliche Netz eingespeist. Die Anlage produziert für ca. 1.500 Haushalte Strom aus regenerativer Energie und trägt somit erheblich zur CO2-Minderung (Einsparung von rund 30.000 t CO2 aus fossilen Brennstoffen) bei.

Nachrotte

Ein Transportband fördert den ausgereiften Kompost aus der Rottehalle in die Lagerhalle. Hier wird der Kompost fein aufbereitet (abgesiebt und von Störstoffen befreit) und zwischengelagert. Danach wird er an Landwirtschaft, Landschaftsbau, Gartenbau und Privatabnehmer abgegeben.

Die Kompostierungsanlage wird von der GAL-Lippe (Gesellschaft für Abfallentsorgung Lippe) betrieben, die diese Anlage für einen Mindestzeitraum von 15 Jahren gepachtet hat.

 
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